Mit den steigenden Temperaturen greifen immer mehr Menschen zum Wischer: Der Frühjahrsputz steht an. Woran viele nicht denken: In den Herbst- und Wintermonaten kann sich auch im Kanal einiges angesammelt haben. Da Gebäudeversicherungen standardmäßig nur Rohrbrüche abdecken, aber keine Schäden durch mangelhafte Wartung, können beispielsweise Wurzeleinwüchse schnell eine teure Kanalsanierung erforderlich machen. Wir verraten, wie Sie selbst den Kanal reinigen können und welche kostengünstigen Sanierungsmöglichkeiten es bei Kanalschäden gibt.  

„Die Herbst- und Wintermonate stellen mit einer großen Menge an anfallendem Laub und Streusplitt eine Belastungsprobe für den Kanal dar. Damit es zu keiner Verstopfung und im schlimmsten Fall zu einem Rückstau des Abwassers kommt, ist eine gründliche Reinigung von Rohr- und Kanalleitungen jährlich mindestens einmal im Frühjahr sinnvoll“

empfiehlt Martin Zagler, Gründer von SOLUTO.

Für viele Arbeiten ist nicht einmal ein professioneller Service notwendig.

Wie kann man als Hauseigentümer den Kanal selbst reinigen?

  1. Den Kanal von außen begutachten, ob Beschädigungen oder Verschmutzungen sichtbar sind. Eine oberflächliche Begutachtung in regelmäßigen Abständen verhindert größere Gebrechen.
  2. Grobe Verschmutzungen und kurzzeitige Verstopfungen immer sobald wie möglich entfernen, noch bevor sie sich tiefer im Kanal ansammeln.
  3. Niemals Unrat und Kehricht über den Kanalschacht entsorgen. Sich ansammelnde Verschmutzungen verklumpen und verstopfen den sicheren Abfluss von Regenwasser. Ist der Abfluss erst einmal gestört, kann sich aufgestautes Abwasser rasch den Weg ins Haus bahnen.

Kanalreinigung durch den Profi

Da man oberflächlich nicht alle Verschmutzungen erkennen und einfach entfernen kann, ist nach einigen Jahren eine Begutachtung des Kanals durch den Profi empfehlenswert. Wurzeln zum Beispiel können sich leicht in Richtung der Kanalleitungen ausbreiten, da undichte Kanäle Pflanzen sowohl mit Wasser als auch Nährstoffen aus dem Abwasser versorgen. Außerdem ist der Boden rund um Rohr- und Kanalleitungen oft aufgrund des Bettungsmaterials lockerer und erleichtert den Einwuchs. Zum Problem wird es dann, wenn sich die Wurzeln ihren Weg in den Kanal bahnen und Verstopfungen oder gar Rohrbrüche verursachen. Wird das Problem frühzeitig erkannt, können eine Kanalreinigung mit Wurzelfräsen sowie eine punktuelle, grabenlose Kanalsanierung größere Schäden verhindern und einen problemlosen Betrieb für viele Jahre ermöglichen. Zudem bringt eine Kanalsanierung ohne Aufgraben häufig eine massive Kostenersparnis von bis zu 50 Prozent.

Kanalcheck bei Um- und Neubauten

Der Frühling und wärmere Temperaturen laden außerdem zu Um- und Neubauten ein. Was viele beim Hauskauf nicht bedenken, ist der Zustand der Rohr- und Kanalleitungen.

„Wir empfehlen, gerade beim Kauf einer Immobilie, eine Prüfung des Kanals per Kamerabefahrung zu veranlassen. Alte und marode Kanäle sind nicht selten und eine kostspielige Kanalsanierung kann schnell die Freude am neuen Zuhause trüben“,

erklärt Martin Zagler.

Bei Umbauten sollte, bevor man mit den Arbeiten startet, abgeklärt werden, wohin das Abwasser fließen soll. Kann auf einen bestehenden Kanal angeschlossen werden? Ist der bestehende Kanal groß genug? Sind bereits Schäden im Kanal vorhanden? Nicht immer muss eine Kanalleitung komplett erneuert werden. Aber ein Blick in den Kanal kann einem zusätzliche Kosten und Ärger sparen.

Bei Fragen oder sollten Sie einen Kanal-Check benötigen, rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns!